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Fassadengestaltung

Wie schön ist es, nach Hause zu kommen und sich schon von weitem an der geschmackvollen Fassade des eigenen Hauses zu erfreuen. Auch Sie könnten Ihr Haus noch diesem Sommer aus dem tristen Dasein befreien. Wer hat nicht gerade jetzt Lust auf Veränderung und vielleicht ist ja eh eine Sanierung der Hauswandbeschichtung fällig. In jedem Fall werden Sie die eigens für Sie zusammengestellten Infos über Arbeitsschritte, Materialen, Gestaltungstechniken und Farbtrends gut gebrauchen können. Denn um es gleich vorab klarzustellen: Ein Haus ist nicht mal eben so gestrichen. Sicher kann man die xte Farbschicht auftragen, aber die Freude daran wird verdammt kurz sein. Bei einer Fassadenrenovierung wollen alle Arbeitsschritte gut überlegt und aufeinander abgestimmt sein. Viele Aspekte gilt es zu beachten, bevor man selbst loslegt oder vielleicht doch lieber erfahrene Profis engagiert.

Erste Bestandsaufnahme

Was der Malermeister auf einen Blick erkennt, muss man sich als Hobbyhandwerker erst einmal aneignen. Denn zunächst wäre zu klären, um was für eine Fassade es sich überhaupt handelt. Klinker, Faserplatten oder Kalksandsteinmauern mag man ja noch problemlos voneinander unterscheiden können. Ob es sich aber bei den übrigen Fassaden um ein Wärmedämmverbundsystem, eine Altbeschichtung oder einfach nur um ungestrichen Putz handelt, klärt am besten ein Experte. Denn die Tücke liegt im Detail: Sowohl bei Farbbeschichtungen als auch bei Putzen muss man die Struktur sowie die mineralische oder kunstharzgebundene Zusammensetzung berücksichtigen.

Erst prüfen dann planen

Im zweiten Schritt ist zu prüfen, in welchem Zustand die Fassade ist. Ist sie nur verschmutzt oder wie so häufig von Algen und Moosen befallen? Weist der Untergrund Risse auf? Sind Anstrich oder Putz sogar abgeplatzt? Um Gewissheit zu haben, führen Profis grundsätzlich verschiedene Tests durch. Gut so, denn je detaillierter die Fassade geprüft wurde, umso effektiver ist die anschließende Produktauswahl und -wirkung. Wischproben mit der Handinnenfläche sowie Abreißtests per Klebeband machen die Oberflächenfestigkeit deutlich. Bei starkem Abrieb oder Abbröckeln der Beschichtung muss vor dem Anstrich grundiert werden. Dies gilt auch, wenn die Fassade auffallend saugfähig ist, also aufgespritztes Leitungswasser rasch verschwindet. Kratztests geben zudem Auskunft darüber, ob ein Putz mürbe geworden ist oder ein Altanstrich sofort abplatzt. Sollte dies der Fall sein, muss man Putz und Farbschicht entfernen. Eventuelle Hohlräume unter dem Putz sollte man mittels Hammer-Klopftest aufspüren, freilegen, reinigen, erneut verputzen sowie grundieren.

Untergrund topp vorbereiten

Bei einer Fassadenrenovierung hat man es häufig mit verschmutzten und bewachsenen Flächen zu tun. Daher ist der Einsatz eines Hochdruckreinigers angeraten. Bei starken Algen- oder Flechtenbewuchs muss man durch trockenes Abbürsten und Abkratzen schweißtreibend vorarbeiten. Um dies einfacher zu gestalten, gibt es Produkte zur Fassadenreinigung. Berücksichtigen Sie bei der Anwendung die häufig langen Einwirkzeiten und warten Sie entsprechend eine regensichere Witterung ab. Zudem sollte man Spezialreinigungsmittel bevorzugen, die nicht noch einmal abgewaschen werden müssen. Die Reinigung macht nur bei tragfähigen Beschichtungen Sinn. Handelt es sich um eine Fassade mit abblätternder Altfarbschicht oder mürbe gewordenen Putz, führt kein Weg daran vorbei, diese Beschichtung abzulösen. Bei kleinen Flächen kann man sie mittels speziellem Heißluftfön abbrennen. Bei großen Flächen ist man besser beraten, die Fassade durch einen Fachbetrieb sandstrahlen zu lassen. Abschließend wird das Ganze per Hochdruckreiniger abgespritzt und die Fassade nach dem Abtrocknen auf Wasserflecken hin überprüft. Diese sind ein Alarmzeichen, so dass deren Ursache gefunden und behoben werden muss.

Von Grund auf geschützt

Es ist schon frustrierend, aber häufig macht erst die Reinigung das wirkliche Ausmaß der feinen Risse sichtbar. Häufig geht dann kein Weg daran vorbei, großflächig auszubessern. Eine gründliche Riss-Sanierung hängt vom Einsatz professionell ausgewählter Produkten ab. Diverse Hersteller bieten elastische Materialien wie Dispersionsspachtelmassen, Faserpasten oder andere hochflexible Zwischenbeschichtungen an. Achten Sie bei Kauf besonders auf die angegebenen Temperatur-Toleranzen. Das Produkt sollte seine Dauerelastizität selbst bei extremem Frost oder starker Sonneneinstrahlung nicht verlieren. Bei der Produktauswahl ist zudem zu unterscheiden, ob es sich um einen glatten oder rauen Putz handelt. Richtig ausgewählt passt sich die Dichtungsmasse der Putzstruktur an. Bei größeren Ausbrüchen und Schadstellen, die das Mauerwerk freilegen, muss vor der Zwischenbeschichtung mit Ausgleichsmörteln und Armierungsgeweben nachgebessert werden. Erst dann ist die Fläche beschichtungsfähig. Nun steht die Grundierung an, sie ist das Geheimnis einer lang anhaltenden Beschichtung. Lassen Sie sich darin gut beraten. Es gilt vorab zu klären, ob die Grundierung als separater Arbeitsschritt aufgetragen werden muss oder bereits vermischt mit der Zwischenbeschichtung zum Einsatz kommt. Eine Grundierung hat die wichtige Eigenschaft, stark Wasser abweisend und dennoch Wasserdampf durchlässig zu sein. Sie wirkt als Schutz gegen Staunässe, Algen- und Moosbefall und macht die Fassade zudem beständig gegen Luftschadstoffe. Meistens sind Grundierungen bereits in der gewünschten Farbe erhältlich, was einem Voranstrich gleichkommt. Erkundigen Sie sich Ihrer Gesundheit zuliebe auch nach lösemittelfreien Produkten.

Perfekte Farbbeschichtung

In Sachen Schlussbeschichtung gerät die Produktauswahl leicht zur Qual der Wahl. Gerade bei Fassadenfarben, die Jahrzehnte überdauern sollen, gilt: Greifen Sie zu Qualitätsprodukten. Vertrauen Sie zudem auf die Erfahrungswerte eines Fachbetriebs vor Ort und stellen Sie hohe Ansprüche. Qualitätsfarben leisten heutzutage mehr als pure Optik: Sie isolieren, sie überzeugen durch eine hohe Wetterbeständigkeit und haben zudem Schmutz abweisende Eigenschaften. Der viel beschworene „Lotus-Effekt“ verspricht dabei eine besonders stark Wasser abweisende Farboberfläche. Ähnlich einem Lotusblatt mit seiner mikroskopisch fein strukturierten Blattoberfläche sollen die auf die Fassade treffenden Regentropfen lose Schmutzpartikel abperlend abspülen. Häufig wird zudem damit geworben, dass man auf die Verwendung von Biozid-Zusätzen verzichten konnte. Produktversprechungen wie diese haben natürlich ihren Preis. Im Zweifelfall lohnt es sich, bei Verbraucherschutzorganisationen kritisch nachzufragen.

Zusammenspiel der Farben

Die Auswahl der richtigen Farbtöne erleichtern Hersteller wie Brillux, Dulux, Herbol, Sikkens oder Sto mit Farbfächern und anschaulichen Beispielen. Natürlich braucht es eine gewisse Vorstellungskraft, sich die Wirkung der ausgewählten Farben im Einzelfall auszumalen. Nach wie vor sehr beliebt sind alle mediterran anmutenden Farbtöne. Das wohlige Flair südländischer Farben hält seit Jahren Einzug in unsere Region. Diese vollflächige Farbgestaltung hat etwas erdiges, was mit der hohen Pigmentsättigung zusammenhängt. Bei vielen Gebäuden werden im Kontrast zu satten Wandfarben bevorzugt die Fensterlaibungen hell abgesetzt. Dies sieht nicht nur gut aus, es hat auch den Effekt, dass mehr Licht nach innen reflektiert wird. Auch das farbige Hervorheben architektonischer Details ist voll im Trend. Stellen Sie einfach Ihren guten Geschmack unter Beweis. So wünschen wir Ihnen einen besonders farbenfrohen Sommer.