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Rosenheimer Bahnhof eröffnet

Rundum saniert soll der Rosenheimer Bahnhof als Visitenkarte einer oberbayerischen Stadt im Wandel künftig noch mehr Kundenfreundlichkeit und Mobilität bieten. Geduldig haben Bahnreisende die Einschränkungen der umfassenden Umbauarbeiten des Rosenheimer Bahnhofs ertragen müssen. Nun lockte nach zweieinhalbjähriger Bauzeit eine Feierstunde Prominenz aus Politik und Wirtschaft in die großzügig gestaltete Eingangshalle. Fast 40 Mio. Euro aus Bundes-, Landes-, Bahn- sowie städtischen Mitteln wurden in die Modernisierung des Bahnhofs investiert. Die Bahnsteige sind nun barrierefrei erreichbar und eine Unterführung ermöglicht den Zugang zur erweiterten Park+Ride-Anlage an der Klepperstraße. Zudem gestalten neue Wartebereiche, Gastronomie und Geschäfte den Aufenthalt im Bahnhofsgebäude kurzweiliger. Im Rahmen des Konjunkturprogramms des Bundes wurde das Empfangsgebäude energetisch optimiert, so dass der bisherige CO2-Ausstoß um 57 Prozent gesenkt werden konnte. Das Gebäude mit dem gläsernen Entree gleicht nun bautechnisch einem Neubau, wobei einzelne Elemente aus den 1950er Jahren wie das Wandrelief der Eingangshalle erhalten blieben.

Persönlich erfreut äußerte sich Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender DB Station&Service AG, über die kundenfreundlichen Errungenschaften des „topmodernen Bahnhofs“. Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer dankte explizit dem anwesenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Prof. Dr. Dr. Utz-Hellmuth Felcht, für entscheidende Veränderungen auch im Interesse Oberbayerns. „Es musste bei der Bahn ein anderes Denken her“, so Ramsauer. In der Tat ändert sich etwas, allerdings nicht immer im Interesse der Bahn AG: Wie in der letzten Woche bekannt wurde, übernimmt ab Dezember 2013 der französische Verkehrskonzern Veolia die Strecken Salzburg – Rosenheim – München; Kiefersfelden – München sowie Rosenheim – Holzkirchen – München. Hans Peter Göttler, Abteilungsleiter für Verkehr im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, begründete in seiner Festansprache die überraschende Vergabeentscheidung mit einer deutlichen Steigerung des Serviceangebots. Auch der Bundesverkehrsminister begrüßte den europäischen Wettbewerb im Sinne der Kundenfreundlichkeit. Laut Presseinformationen dürfen die zahlreichen Pendler der Region ab 2013 mit kürzeren Fahrzeiten, komfortablen Fahrzeugen sowie vergünstigten Tarifen rechnen. Die Streckenvergabe ist zunächst auf 12 Jahre befristet, danach wird gemessen an den erreichten Verbesserungen neu entschieden. Im Gespräch mit der Redaktion gab sich DB-Vorstandsvorsitzender Zeug gelassen: „Als ehemaliger Monopolist konnten wir nur verlieren.“ Man hoffe aber darauf, die Strecken bei einer Neuvergabe zurückgewinnen zu können.

Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bedankte sich für die finanzielle Zuwendung, die 40 Mio. Euro seien gut angelegt. Die Entscheidung für eine Bahnhofsanierung hätte den Beginn der Verwandlung Rosenheims eingeläutet. Bauer kündigte an, dass sie „ein riesiges Bündel weiterer Planungen rund um den Bahnhof“ im Gepäck habe. Im Anschluss an die Einsegnung des Bahnhofs reisten die Festgäste per Sonderzug nach Mühldorf zur Inbetriebnahme eines Teilstreckenabschnitts der Ausbaustrecke München – Freilassing, ein weiterer Meilenstein zur Verbesserung der bayerischen Infrastruktur.